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Gutes Beispiel aus der kommunalen Praxis - Stadt Velbert

„Viele Kommunen im Land sind in den letzten Jahren in eine finanzielle Schieflage geraten“, erklärt der Präsident der Gemeindeprüfungsanstalt (gpaNRW), Heinrich Böckelühr, „Wir sehen unser Selbstverständnis bei der gpaNRW aber nicht nur darin, den Finger in die Wunde zu legen. Vielmehr wollen wir gerade auch die positiven Beispiele, die bei unseren Prüfungen und Beratungen vor Ort auffallen, publik machen. Diese Beispiele vorbildlichen kommunalen Handelns veröffentlichen wir auf unserer Homepage, damit andere Kommunen davon profitieren können.

 

Es ist mir daher eine besondere Freude, dass wir auch in der Stadt Velbert ein solch gutes Beispiel feststellen konnten.“

 

Stadt Velbert - ein gutes Beispiel

Von links: Bürgermeister der Stadt Velbert Dirk Lukrafka, gpa-Präsident Heinrich Böckelühr und Angelika Nürenberg (Sachbearbeiterin in der Geschäftsbuchhaltung der Stadt Velbert)

Präsident Heinrich Böckelühr ließ es sich nicht nehmen, Bürgermeister Dirk Lukrafka persönlich über die Auszeichnung zu informieren: „Die Stadt Velbert hat die elektronische Rechnungsbearbeitung verwaltungsweit eingeführt. Es wurden Prozesse beschrieben und unter dem Aspekt der Haushaltskonsolidierung optimiert. Weitreichende Veränderungen von Aufgaben und Kompetenzen sowie die neue elektronische Bearbeitung machten die Umsetzung zu einem anspruchsvollen Change Management-Projekt, bei dem sie im Rahmen des Stärkungspaktes vom Beratungsteam der gpaNRW unterstützt wurden.

 

Nicht immer ist es einfach, die Verwaltungsbediensteten von elektronischen Neuerungen zu überzeugen. In Velbert wurde diese Überzeugungsarbeit erfolgreich durchgeführt und fiel bei der Mitarbeiterschaft auf fruchtbaren Boden.


Im Ergebnis wurde die Durchlaufzeit einer Rechnung um durchschnittlich über 30 Prozent gesenkt. Daher werden diese Anstrengungen der Stadt Velbert von uns mit der Auszeichnung eines guten Beispiels für innovatives und nachhaltiges Wirtschaften geehrt!“

 

Bürgermeister Dirk Lukrafka zeigt sich erfreut und erklärt: „Die erfolgreiche Einführung der elektronischen Rechnungsbearbeitung ist für uns ein wesentlicher Baustein, digitale Verfahrensschritte in unserer Stadtverwaltung zu etablieren. Seit Ende 2018 konnten wir den Großteil der Stadtverwaltung sowie den Eigenbetrieb KVBV auf den elektronischen Workflow umstellen. Selbst im Vorfeld als problematisch identifizierte Bereiche konnten ohne größere Schwierigkeiten in den neuen Prozess integriert werden.

 

Besonders erfreulich ist, dass sich die Bearbeitungszeiten von Rechnungen deutlich reduziert haben und auch der jeweilige Rechnungssteller von der Umstellung profitiert. Dass wir gleichzeitig Modellcharakter haben, freut uns umso mehr und bestätigt unsere Anstrengungen.“

 

Weitere gute Beispiele und Handlungsempfehlungen finden Sie hier.

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