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Gutes Beispiel aus der Praxis - Stadt Greven

Die Gemeindeprüfungsanstalt NRW (gpaNRW) bewertet die enge Verknüpfung zwischen Bevölkerungsprognose und stadtplanerischen Entwicklung als sehr positiv. Aus diesem Grund wurde die Emsstadt nun von der gpaNRW als „Beispiel für gute kommunale Praxis“ ausgezeichnet. gpa-Präsident Heinrich Böckelühr überbrachte Bürgermeister Peter Vennemeyer die positive Nachricht persönlich. „Greven hat begonnen, die kommunale Infrastruktur passgenau an die Bevölkerungsprognose zu koppeln. Die Qualität der strategischen Planungen wird sich dadurch verbessern und die Stadtfinanzen werden effizienter eingesetzt“, lobt gpa-Präsident Heinrich Böckelühr bei seinem Besuch im Grevener Rathaus.

 

Seit 2003 prüft die gpaNRW in regelmäßigen Abständen alle 396 Kommunen in NRW. In Greven werden aktuell verschiedene Bereiche des kommunalen Handelns wie die Haushalts- und Beteiligungssteuerung sowie die interkommunale Zusammenarbeit unter die Lupe genommen. Dabei fiel den gpa-Prüfern positiv auf, was nun zur Auszeichnung führte: Das Demografie-Monitoring bildet die Grundlage für bedarfsgerechte Investitionen in die kommunale Infrastruktur. Dabei wird nicht nur die Stadt Greven als Ganzes gesehen, sondern eine ortsteilbezogene Prognosebetrachtung, die regelmäßig aktualisiert wird, sorgt für eine quartiersgenaue Ausrichtung kommunaler Investitionsentscheidungen.

 

 Stadt Greven - Gutes Beispiel

Auf dem Bild (v.l.): Hinnerk Willenbrink, Leiter Fachbereich Stadtentwicklung, Bürgermeister Peter Vennemeyer, gpa-Präsident Heinrich Böckelühr, Saskia Blumenthaler, Fachbereich Stadtentwicklung, zuständig für den Demografiebericht.

Gerade diese kleinräumige Betrachtungsweise von Stadtquartieren ermöglicht es, Entwicklungstrends schnell zu erkennen. Sie hilft dabei, die kommunale Infrastruktur den Bürgerinnen und Bürgern in der benötigten Größe und Ausstattung zur Verfügung zu stellen. Beispielsweise werden so Schul- und Kindergartenplätze bedarfsgerecht dort geschaffen, wo Familien mit Kindern im Stadtgebiet tatsächlich wohnen und leben. Auch für Sportvereine und Initiativen ist die so in den Blick genommene Mikroebene der demographischen Entwicklung von erheblicher Bedeutung bei der Planung von Sportangeboten. Vorteil: Die kommunalen Finanzmittel werden mit Hilfe der engen Verzahnung von demografischer Prognose und Stadtentwicklung zielgerichteter und effizienter eingesetzt. Schließlich werden künftig alle strategischen Planungen der Emsstadt – unabhängig von der Fachdisziplin – an den Prognosedaten des Demografie-Monitorings orientiert. Wobei mit einem Prognosekorridor gearbeitet wird, in dem eine Maximal- und eine Minimalentwicklung berücksichtigt wird.

 

„Der Demografie-Bericht wurde mit großem Aufwand erstellt und bildet nun die Grundlage für viele örtliche Entscheidungen. Die Verknüpfung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und kommunaler Praxis gepaart mit der kleinräumigen Betrachtungsweise und hoher Transparenz wird der Emsstadt helfen, Finanzressourcen zielgenau einzusetzen und die kommunale Infrastruktur bedarfsgerecht vorzuhalten“, fasst gpa-Präsident Heinrich Böckelühr die positiven Auswirkungen für die Stadt im Münsterland zusammen. Nur wenige NRW-Kommunen hätten sich bisher diesem Thema so umfassend gestellt wie Greven.

 

Bürgermeister Peter Vennemeyer ist hocherfreut über diese große Anerkennung durch die gpaNRW: „Wir verstehen uns als fortschrittliche Mittelstadt. Die Auszeichnung zeigt uns, dass wir mit unserer Grundlagenarbeit in der Verwaltung auf einem sehr guten Weg sind und sogar Vorbild sein können für andere, auch größere Städte in NRW“, so Bürgermeister Peter Vennemeyer bei der Urkundenübergabe im Rathaus.

 

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